Wie alles begann mit Sunshine Divers – Teil 2

… Allein unter Männern

Was wäre also gewesen, wenn? Wenn Franziska und Ute nicht zu selben Zeit in Sharm gewesen wären? (lies hier Kapitel 1)
Und mich — Klaus Reinhard — die beiden Frauen mich nicht zum Ausmalen meines Traumes von der eigenen Tauchschule animiert hätten? Da lag ich also einige Tage später erneut. Und ganz allein. Auf dem Boden eines Hauses, das diesen Namen nicht verdiente.

Kiesel und Wüstensand im Rücken, das Mondlicht durch die baufällige Dachkonstruktion scheinend. All das und auch alles andere in der wunderschönen Sharks Bay – so erfuhr ich am nächsten Tag – gehörte den Beduinen. Mir war sofort klar: Ich musste diesen Mann treffen. Meine erste Begegnung mit meinem potenziellen Vermieter Mr. Fareg Saad gestaltete sich mehr als denkwürdig.

Ich hatte eine gefühlte Ewigkeit meine Runden am Strand gedreht. War aufgestanden, hatte mich wieder gesetzt, um gleich wieder unruhig loszulaufen. Mit knapp zwei Stunden Verspätung stand er dann endlich vor mir. Ich, Klaus Reinhard mit knappen 1,70 in Shorts und T-Shirt traf auf diesen großen stattlichen Beduinen mit mehr als 1,95 m Körpermaß. Einander taxierend standen wir uns gegenüber. Er war hager und in eine landestypische Kalabea und einen rot weißen Turban gehüllt.

Das markante, fast scharfkantige Gesicht wurde dominiert von seinen tiefschwarzen Augen, die mich während unseres Gespräches musterten. Dort wo heute die beliebten Strandzimmer 1, 2 und 3 stehen, saßen wir also vor knapp zehn Jahren auf dem Boden der ehemaligen Rezeption. Tee trinkend und redend, trug ich Mr. Saad mein Anliegen und den Wunsch nach einem Mietvertrag vor. Er hörte aufmerksam zu und bot mir fortwährend Tee an. Hatte ich meinen Tee ausgetrunken, folgte ein Gebet. Wieder und wieder trug ich meinen Wunsch nach einem Vertrag vor. Wieder und wieder trank ich Tee, aß eine Kleinigkeit und nahm an seinem Gebet teil.

Tag um Tag dasselbe Ritual. Die Tage gingen ins Land, mein Teekonsum stieg exorbitant und auch meine Gebete wurden immer länger. „Herr, bitte mach, dass er mir endlich diesen Vertrag gibt.“ Stets begannen unsere Gespräche mit Formalien, stets endeten sie in Gebeten und Tee Zeit. Alles was mir fehlte, war diese eine verdammte Unterschrift. Und hier war mein wahres Problem: Deutsche Korrektheit traf auf arabische Gepflogenheit: Denn bei den Beduinen zählt allein das Wort eines Geschäftsmannes. Alles andere empfindet dieser spezielle Schlag an Menschen an Beleidigung und Affront. Seit nunmehr zehn Jahren haben wir also eine tragfähige Geschäftsbeziehung, deren Basis das Wort zweier Männer ist, ihr Handschlag und das gegenseitige Vertrauen. So war es vor zehn Jahren und so ist es bis heute geblieben. Mein warmherziger Dank an dieser Stelle an Mr. Saad und seine Familie!

Ich konnte also starten. Der Umbau der Gebäude für die Sunshine Divers Tauchschule konnte endlich beginnen. Wie aufregend. Lebens 3.0 konnte endlich beginnen. Voller Enthusiasmus fuhr ich am nächsten Tag mit einer reichlich befüllten Einkaufsliste in den örtlichen Baumarkt. Und nahm die positive Erfahrung – von wegen Handschlag und so – mit auf meine Shoppingtour. Natürlich sei die Beschaffung von diesem und jenem kein Problem. Ach hätte ich doch damals gewusst, dass nicht alle Ägypter Beduinen sind und für den kleinen Angestellte in der lokalen Baumarkt-Kette ganz andere Regeln gelten …. Davon mehr im nächsten Kapitel 3…

sharks bay alt

Sharks Bay vor 10 Jahren

Wie alles begann mit Sunshine Divers – Teil 1

Es wäre natürlich der helle Wahnsinn, wenn ich, Klaus Reinhard, hier eine Geschichte a `la „Der Mann und das Meer“ im Stile Hemingways präsentieren könnte. Ganz so dramatisch, war es dann doch nicht. Denn wenn es das gewesen wäre, hätte ich ganz sicher auch den Literaturnobelpreis bekommen! Und dann wäre ich heute – zehn Jahre später – sicher mehr damit beschäftigt, die Stifte zu spitzen, nicht aber die Flaschen zu füllen.

Doch wie auch beim guten alten Ernest, war das Meer mein Schicksal und – da bin ich wiederum besser dran als Hemingway und sein Riesenfisch – zwei junge Frauen namens Franziska und Ute! Eine Münchner Tauchschule hatte mich nämlich angefragt, ob ich nicht den Open Water Diver für sie beenden könne. Und der sollte auf Wunsch der Schüler in Sharm sein Finale finden. Ute und Franziska waren zwei der Open Water Diver, die ich seinerzeit mit Freude zu Profis gemacht habe.

Wir verstanden uns einfach super und so war es nicht verwunderlich, dass mich die beiden auch später noch besuchten. Denn – anders als die Mädels nach der bestandenen Prüfung– hatte ich meinen Heimflug mehr als einmal „verpasst“. Weil ständig Angebote als Tauchguide kamen, die ich einfach nicht ablehnen konnte. So gingen die Monate ins Land und eines Tages standen Ute und Franziska erneut Mal als tauchende Gäste vor meiner Tür. Und nur ein paar Stunden später stand ich mit eben diesen beiden Frauen mehr zufällig als gewollt, vor den sprichwörtlichen Trümmern meiner (heutigen) Existenz: Die alten Ruinen in der Bay! Ob die beiden mir wohl auch dazu geraten hätten, diese maroden historischen Gemäuer wiederzubeleben, wenn sie gewusst hätten, was bald darauf in der neu von mir eröffneten Tauchschule namens Sunshine Divers Club in der Sharks Bay passieren würde?
weiterlesen im Kapitel 2

Klaus_Sharks Bay_guide_sm

Der Anfang von Sunshine Divers – 10 Jahre – Klaus vorm Checkdive in Sharks Bay

 

 

Valentins-Party in Sharks Bay

ich kann mich erinnern, früher haben wir das nie gefeiert. Genauso wenig wie das Halloweenfest. Das war einfach nicht üblich im bayerischen Festagsgebrauch. Und man will ja erst mal meinen, dass der Valentinsday hauptsächlich ein wirtschaftlicher Katalysator für Blumenläden und Schokolaterien ist.

Dem ist aber bei weitem nicht so. Denn nach der Legende ist der gute alte Bischof Valentin, aus Terni in Italien, im 3. Jahrhundert nach Christi schuld daran gewesen, dass daraus ein weltweit verbreiteter Brauch entstanden ist. Er hat damals Verliebte vermählt, obwohl ihm das verboten war. Er schenkte den frisch Vermählten einen Blumenstrauss aus seinem eigenen Garten. Er soll aufgrund dieses Verstoßes am 14. Februar 269 hingerichtet worden sein.
Und 100 Jahre später hat man dieses Datum gefeiert.
Ob es sich tatsächlich so zugetragen hat, weiß niemand, es ist ja auch eine Legende. Aber sicher ist, dass er jedes Jahr weltweit zelebriert wird.

Und so haben wir das auch getan. Natürlich lieben wir unsere Lieben jeden Tag, und nicht nur, weil es ein besonderer, oder gar vorgeschriebener Termin ist. Das will hier mal betont werden! 😉

Aber wenn sich Einige zusammen tun und dann auch noch musizieren, entsteht schon ein spezielles Flair. Das Musikerduo Sue & Martin spielten Live bei uns im Restaurant bekannte Lovesongs wie „Stay by me“, „Hotel California“ oder „Something stupid“. Das konnte jeder mitsingen und wurde stimmungsvoll von ihnen begleitet mit Gitarre und Bass. Adrian, ein Freund von uns, gab ebenfalls ein Sololied zum Besten und ich hatte die Ehre, bei ein paar Liedern mit dem Keyboard mitspielen zu dürfen.

Es hat uns ein Riesen Spaß gemacht, den Leuten hats gefallen. .. und in der Sharks Bay war überall „Love in the air <3“

 

 

How to get to Sharm –

The travel restrictions have been liftet for the countries in Germany, Austria, Belgium, Italy, Norway, Poland, Turkey and Ukraine, but still for the UK divers remains a frustration in the non-availability of direct flights.
The big three British tour operators, Thomson, Thomas Cook and Monarch have cancelled all plans for Sharm during summer of 2017. They will restart their sales in september or november 2017. And we from Sunshine Divers and the Red Sea are hardly missing you, guys! But,

… there are some options for visiting Sharm for our lovely divers from the UK.

  • – Take EgyptAir form Heathrow via Cairo,
  • – Book Pegasus from Gatwick and Stanstead via Istanbul
  • – Go with Turkish Airways from Heathrow, Gatwick, Edinburgh and Manchester via Istanbul
    or:
  • Fly direct to Hurghada, which is not restricted in direct flights, and book daily flights between Hurhada and Sharm el Sheikh
  • take the ferry from Hurghada, la pespes, goes three times the week (sunday, tuesday and thursday, departure at 8.00 am, 40 USD)

If you need any advice, don´t hesitate to contact us. We would be glad to help you in your diving holidays. Send an email for room availability in Sunshine Divers Guest-Beachhouse to
info@sunshine-divers.de

Find here also a list of operators below:

AUSTRIA
From Vienna with ETI Tour operator. Packages available. https://www.eti.at

BELGIUM
From Brussels with TuiFly. Flights Tuesdays and Sundays. https://www.tuifly.be

GERMANY
From Düsseldorf and Munic (from october on also from Berlin!!!) with Germania.
Flights Mondays https://www.flygermania.com/en/
From Munich and Dusseldorf with ETI Tour operator. Packages available. https://www.eti.de
From Munich, Dusseldorf, Hannover, Frankfurt and Leipzig with FTI Tour operator. Flight only and packages available. https://www.fti.de

GEORGIA
From Tbilisi with Air Cairo. Flights Thursdays and Sundays. http://www.flyaircairo.com/en/Home

EGYPT
From Alexandria, Cairo (daily) and Hurghada (Thursdays and Sundays) with Egyptair: http://www.egyptair.com/en/
From Cairo with Nile Air. Flights daily. http://www.nileair.com
From Hurghada with LaPesPes Ferry.Thursdays and Sundays. http://www.lapespes.com

ITALY
From Milan and Verona with Meridiana. Thursdays and Sundays.  https://www.meridiana.it
From Bologna, Milan and Verona with Neos. Flights Saturdays and Sundays. http://www.neosair.it

JORDAN
From Amman with Royal Jordanian. Flights Mondays and Thursdays. http://rj.com/en

KUWAIT
From Kuwait with Egyptair. Flights Wednesdays and Sundays. http://www.egyptair.com/en/

NORWAY
From Oslo with Air Cairo. Flights Sundays. http://www.flyaircairo.com/en/Home

SAUDI ARABIA
From Jeddah and Riyadh with Saudia Airlines. Flights Mondays, Tuesdays, Thursdays, Fridays, Saturdays. http://www.saudiairlines.com

TURKEY
From Istanbul with Turkish Airlines. Flights Tuesdays, Thursdays, Saturdays, Sundays. http://www.turkishairlines.com/en-int/
From Istanbul with Pegasus Airways. Flights Fridays, Saturdays, Sundays, Mondays. https://www.flypgs.com/en


source: Daniel Stokes in DIVE Magazine, February 2017

Man berichtet wieder über uns und den Sinai…

Zeitungsartikel_pnp

Passauer Neue Presse, 13.1.2017, Doris Löw berichtet über uns…

Erwähnenswert ist ein Artikel von Stefanie Goebel, sie schreibt am 21.01.2017 auf www.nordbayern.de über den Sinai und berichtet über ihre Urlaubserlebnisse in Sharm Sie hat sich mit uns und mit einigen Leuten unterhalten, die hier arbeiten und leben. Ein aufschlussreicher Artikel über den nur langsam zurückkehrenden Tourismus im Sinai.
Artikel lesen…

Noch mehr freut uns der Bericht in der Passauer Neuen Presse vom 13. Januar diesen Jahres. Die Autorin Doris Löw erzählt sehr beeindruckend und lebendig vom Sinai, der seit mehr als zehn Jahren unsere Heimat ist. Und macht etwas, dass große Medien oft vermissen lassen: genau hinsehen und zuhören. So entstand eine wunderbare Reportage, die das Leben hier in all seinen Facetten beschreibt. Mit O-Tönen von Einheimischen, wie auch uns.
Artikel lesen…

Bald wieder mehr Direktflüge nach Sharm!

Vorgestern ereilte uns eine gute Nachricht. Demnach wird es dieses Jahr wohl doch wieder mehr Direktflüge aus Deutschland nach Sharm el Sheikh geben. Immer wieder wurde gerätselt, warum es so spottbillige Direktflüge mach Hurghada oder Marsa Alam gibt, aber keine nach Sharm? Die Begründung scheint mit unter auch darin zu liegen, dass für den Sinai sehr hohe Versicherungsbeträge zu zahlen sind, worin sich auch der höhere Flugpreis erklärt. Hauptsache es gibt bald wieder mehr Möglichkeiten schnell zu uns in die Sharks Bay zu kommen 🙂
Hier ist die…

Pressemeldung der Botschaft der Arabischen Republik Ägypten
Berlin, 24.01.2017:

Deutschland hebt die Flugbeschränkungen über dem Südsinai (Ägypten) auf

Die Botschaft der Arabischen Republik Ägypten in Berlin hat es in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur bewirkt, die Beschränkungen des Flugverkehrs über dem Südsinai und allen dazugehörenden Orten aufzuheben.

Das Verkehrsministerium hat am 23. Januar 2017 ein neues Notam herausgegeben, das alle Flüge in einer Höhe von unter 26.000 Fuß über dem Südsinai wieder erlaubt. Dies gilt zum ersten Mal seit dem Absturz der russischen Passagiermaschine im Oktober 2015.

Die Aufhebung des vorherigen Notam wurde in Geprächen des ägyptischen Außenministers Sameh Shoukry während seines Besuchs in Berlin in diesem Monat mit dem deutschen Außenminister, dem Innenminister und dem Verkehrsminister vereinbart, die erfreulicherweise zu einer schnellen Entscheidung seitens der deutschen Behörden geführt haben.

Die neue Regelung öffnet wieder den Weg für deutsche Touristen nach Sharm El Sheikh, die dort die einmaligen touristischen Ziele wieder genießen können.

Die deutsche Entscheidung gilt als Zeichen der Kontinuität der positiven deutschen Position, in Hinblick auf die Unterstützung des ägyptischen Tourismussektors. Deswegen kommt Deutschland mit 655.000 Touristen an erster Stelle der Anzahl der Touristen, die Ägypten im Jahre 2016 besucht haben. Während der Saison gibt es 125 wöchentliche Flüge von Deutschland an die verschiedenen touristischen Destinationen in Ägypten, insbesondere an das Rote Meer.


i.A. Gesa Eichhorst
Directors Assistant PR & Communication
Germany, Austria, Switzerland and Poland
Botschaft der Arabischen Republik Ägypten / Embassy of the AR Egypt
Tourismusabteilung / Tourism Board
Kurfürstendamm 151
10709 Berlin
Tel: +49 (0) 30-8872467-0 (Durchwahl: -14)
Fax: +49 (0) 30-8872467-20
Mail: info.de@egypt.travel

erschienen in der englischen Version von Aswat Masriya

Und ewig baut das Murmeltier…

Wer Sunshine Divers kennt, weiß, dass sich bei jedem Besuch hier in der Sharks Bay etwas verändert. Auch dieses Jahr wurde wieder fleissig gebaut und Klaus ist seinen Visionen nachgekommen, das Tauchcenter wieder mal noch schöner zu machen.
Und es ist wirklich gelungen.
Schaut euch einfach die Fotos an, oder besser noch:
kommt selber und schaut euch das Original an.
Der ganze Boden im Tauchcenter-Bereich wurde auf eine Ebene gebracht und durchgefliest. Auch die Wände haben schöne Natursteine zur Zierde bekommen. Es entsteht dadurch eine sehr warme, natürliche Stimmung.
Für diejenigen, die gerade nicht im Wasser sind, wurden gemütliche, stabile Sitzgruppen errichtet, wo man chillen, lesen, ein Deko-Bier trinken oder einfach nichts tun kann. Das Highlight ist aber unser neuer Equipment-Raum. Dieser abgeschlossene Bereich bietet für jeden Taucher einen eigenen Spind zum Abschließen persönlicher Sachen oder Tauch-Ausrüstung und genügend Platz zum Aufhängen der Sachen, bis sie trocken sind.

saubere Spülbecken fürs Tauchequipment

saubere Spülbecken fürs Tauchequipment

Tauchcenter mit Rezeption von Sunshine Divers

Tauchlehrerin Gabi hat viel Spaß mit ihren Schülerinnen.

Dein eigener Spind mit Zahlenschloss zum Absperren deiner Sachen

Dein eigener Spind mit Zahlenschloss zum Absperren deiner Sachen

Auf jede Boxnummer kann das BCD und der Anzug materialschonend aufgehangen werden um zu trocknen

Auf jede Boxnummer kann das BCD und der Anzug materialschonend aufgehangen werden um zu trocknen

Der Equipment-Raum, viel Platz und Ordnung

Der Equipment-Raum, viel Platz und Ordnung

Tauchcenter Sunshine Divers

Auch die Theorie muss nicht im Klassenzimmer abgehalten werden.

Tauchcenter Sunshine Divers

gemütliche Sitzbereiche ermöglichen einen perfekten Aufenthalt zwischen den Tauchgängen

Ein Privatjet für Sunshine Divers

Eine schwere Zeit für uns alle, keine oder sehr wenige Gäste, natürlich trifft uns das hart. Und nach nunmehr drei Jahren ist da schon mal der eine oder andere Augenblick, der einen verzagen lässt.
Und viele unserer Pläne und Projekte mussten dieses Jahr aufgrund der politischen Umstände bis auf Weiteres verschoben werden. Das klingt erst mal betrüblich, aber es gibt da auch immer wieder kleine und große Geschichten, die uns erheitern, sogar Möglichkeiten eröffnen, und uns so wieder Mut und Kraft geben unseren Weg weiter zu beschreiten. Uns in unserer Arbeit zu bestätigen.
Die folgende kurze Geschichte handelt von solch einer Aktion und wie so oft sind es unsere Gäste – ja ihr seid es! – die es verstehen uns zu überraschen und speziell bei diesem Kraftakt war ich wirklich persönlich berührt ….

Sie begann mit einem Anruf. Ein britisches befreundetes Restaurant in Sharm rief uns an und meinte sie hätten einen Gast, der ein gutes deutsches Tauchcenter in Sharm sucht. Schnell war eine Abholzeit organisiert und von da ab tauchte
„Heinz“ (Name habe ich aus Datenschutzgründen geändert) jeden Tag mit uns.
Ich erfuhr, dass er als Pilot für einen Geschäftsmann fliegt und hier in Sharm ein paar Tage bleiben muss. Gestrandet sozusagen und diese Tage wollte er sinnvoll mit Tauchen auffüllen. Er hatte eine ganz große Kamera bei sich mit der er geniale Aufnahmen machte. Die Makro Aufnahmen waren so detailliert, dass ich mir manchmal nicht sicher war, welches Teil von welchen Fisch er da fotografierte hatte.
Und glaube von mir sagen zu können, dass mir so ziemlich jeder Fisch im Roten Meer vertraut ist. Aber Heinz fotografierte selten den Fisch, eher nur den Kopf und davon nur das Auge und von dem Auge ca. nur ein Zehntel und das gestochen scharf.

Wir kamen ins Gespräch über dies und das. Ich zeigte ihm die Sharks Bay, das Tauchcenter, den Supermarkt und natürlich auch das Restaurant.
Jeder der mich kennt, weiß natürlich, dass es mir kaum möglich ist den Ist-Zustand des Platzes zu beschreiben. Das mache ich schon, aber dann lasse ich wie selbstverständlich, den vermeintlich interessierten Zuhörer an meinen Visionen und Plänen für den Platz teilhaben.
Beim geringsten Anzeichen des Interesses meines Gegenübers bin ich fähig und durchaus in der Lage eine dreijährige Vision detalliert wieder zu geben.
Es könnte sein, dass ich mit zunehmenden Alter die Anzeichen für ehrliches Interesse falsch interpretiere… Aber das ist ein anderes Thema.

Als ich Heinz unser Restaurant zeigte, erzählte ich ihm von meinen Plan einen Grill ins Restaurant zu bringen. Man stelle sich vor:
Leckere Spare Ribs mit unserer hausgemachten Barbeque Sauce mariniert. Das müsste ein richtiger Umsatz Renner werden. Und ich erzähl und erzähl…
Ehrlich gesagt, hat mich noch kein Gast in der Sharks Bay nach Spare Ribs gefragt…aber ich esse Spare Ribs sehr gerne.
Natürlich können wir wegen der fehlenden Anwesenheit von Schweinen nur Rinder Spare Ribs machen, aber das ist ja auch die amerikanische Version.
Also vollkommen legitim. Aber, so erzählte ich ihm weiter, wäre das aus rein feuergefährlichen Gründen gar nicht möglich. Unser Strand ist überzogen mit
Stroh und selbst die Holzbauten haben nicht den kleinsten Hauch von Feuchtigkeit mehr inne. Nicht umsonst hat meiner Erkenntnis nach Ägypten soviele
Mumien – die hatten bei der Sonnen Einstrahlung einfach keine Zeit zum Verwesen. Unsere Sonnenschirme und unsere Holzhütte für die Taucher sind mit
trockenen Stroh belegt. Es ist viel zu gefährlich mit Kohle oder Holz einen Grill anzufeuern. Wenn, so führe ich weiter aus, dann ginge das nur mit einem echten
„WEBER Gasgrill“. „Also…“, so beende ich meine Ausführung, wird das wohl nix werden, seufz. Nochmal: „Seufzer“.

Im Nach hinein bin ich mir nicht sicher, ob er während meiner Ausführungen und Erzählungen auch nur einmal einen Ton von sich gegeben hat. Das mag an meinem
Alter liegen – ich hatte das schon angesprochen…
Das Thema war vergessen.
Nach vier Tauchtagen checkte Heinz bei uns aus. Seine Reise ging weiter mit der Privatmaschine. Ich gab ihm noch einen Sunshine-Divers Aufkleber und bat ihn
scherzhaft den Sticker auf die Frontscheibe des Fliegers zu kleben. Ein Foto wäre cool, so ala: Sunshine-Divers on air…
Wir verabschiedeten uns von Heinz.

Einen Tag später bekam ich eine SMS von Heinz. Ich gebe unseren SMS Verkehr original wieder ohne Kommentar: „Hallo Klaus, welches Modell Weber Grill hattest Du eigentlich im Visier? lg Heinz“

Ich schrieb zurück: „Hey Heinz, ich hoffe Du hattest eine angenehme Heimreise? Ich hab mir mal den ´Genesis 330´ angesehen. lg klaus“

Heinz antwortete: „OK, danke für deine SMS. Euch beiden einen schönen Abend. lg Heinz“. Das war alles.

Am nächsten Tag rief Heinz aus Deutschland an und bat mich ihn um 17.00 Uhr vom Flughafen in Sharm abzuholen und ich sollte noch 2 oder 3 Jungs mitnehmen.
Er hat den Grill mit dabei, dieser wiegt aber um die 100kg. (!!)
Natürlich waren wir super aufgeregt und tatsächlich wurde der original WEBER Gasgrill Modell E330 pünktlich um 17.00 Uhr mit einer Privat Maschine extra für Sunshine-Divers nach Sharm eingeflogen !!!
Wir waren so überrascht…
Ich brauch wohl nicht zu erwähnen, dass die Maschine keine weiteren Passagiere hatte. Wir waren dann abends noch schön essen mit Heinz, haben uns glaub ich tausendmal bedankt, und Heinz flog am nächsten Tag schon weiter.

Mary und ich waren echt glücklich, wir arbeiten schon an der Rezeptur der Spare Ribs und wollen sogar einen Spezial Tag z.B. Samstag anbieten:
Sunshine-Divers Spare Ribs Day
with homemade Barbequesauce!

Könnt ihr sie schon riechen?Zerfällt das weiche Fleisch schon in Eurem Mund? Seht ihr schon, wie die Spare Ribs auf dem Grill karamellisieren?
Willkommen in meiner Welt….hahaha
Herzliche Grüße
klaus
1-aufkleber auf sunshine divers jet2-sticker in jet4-Anhang 1 3-Anhang 2
PS: Anmerkung von Mary: lieber „Heinz“, nochmals vielen Dank für diese super Aktion. Es gibt nicht viele Leute, die so einen Aufwand für eigentlich fremde Menschen betreiben. Du hast uns damit sehr überrascht !

„Hallo Ihr Lieben, wie ist Eure Lage? Wie ist die Situation?“

… Diese oder ähnliche Fragen bekommen wir seit mehreren Tagen oder Wochen über Mail von unseren Gästen zugesandt.
Ich mein das jetzt nicht frech, aber es erinnert mich ein bisschen, als wenn ich Kriegsberichterstatter wäre und direkt aus einem heiß umkämpften Trainingscamp in Somalia live berichten würde. Hat es die Presse wirklich geschafft diesen Eindruck bei den Touristen zu erwecken?

Die erste eigentliche Frage kann ich beantworten:
es ist wie seit drei Jahren oder soll ich schreiben, 10 Jahre zuvor. Ich habe hier noch keine Revolution erlebt und noch nicht mal einen Strassenzug mit Demos oder so.
Die Presse übertreibt meines Erachtens. Hier in Sharm gibt es sehr viele Ägypter, die die Berichte der europäischen Presse nicht fassen können.
Dazu gehöre ich übrigens auch.

Grund:
– seit 10 Jahren ist es bekannt, dass im Norden Sinais die größte Sklavenstrasse der Welt verläuft. 10 Jahre hat weder die Weltgemeinschaft noch die ägyptische Regierung gegen dieses entsetzliche Geschäft irgendwas unternommen. Unbeschreibliches Leid wurde und wird den entführten Menschen aus Sudan und Eriträta zugefügt. Der Armeechef Sissi räumt nach 10 Jahren endlich mal dort auf und bekommt als Dank noch schlechte Presse.
– während der Regierung Mursi wurde in Hurghada bereits ein Hotel eröffnet: Männer und Frauen übrigens in getrennten Stockwerken! Viele Kirchen wurden überfallen, wurden unter der Herrschaft der Muslim of Brotherhood angezündet und Menschen getötet. Das Militär klärt die Lage, übernimmt die Kontrolle über das immer mehr in Chaos versinkende Land, und die Westliche Welt spricht won Militärputsch….
– Sissi hat fast alle Tunnel in den Gaza Streifen dicht gemacht. Ist es etwa die Schuld Ägyptens, dass es einen Ort auf der Welt gibt wo nicht genug Lebensmittel und Benzin reinkommen dürfen, so dass die Menschen gezwungen sind Tunnel zu bauen? Ich glaube da müssen wir schon mal einen strengen Blick Richtung Israel werfen.

Aber das sind alles unangenehme und komplizierte Themen für unsere Weltgemeinschaft. Man spricht dann lieber über eine Militärherrschaft, dass lässt sich auch gut in der Presse verkaufen.
Also aus meiner Sicht der Dinge, macht es Spaß zuzusehen wie alles wieder in Ordnung kommt.
Die Strassen in Sharm werden gereinigt wie noch nie und man bemüht sich einen guten und sicheren Eindruck zu vermitteln. Große Einkaufszentren werden neu eröffnet und mehrere Staaten, wie Russen und Briten kommen ganz normal nach Sharm und machen hier Urlaub. Das ist für uns auch schwer verständlich. Wie kann es sein, dass Deutschland die schlimmsten Reisewarnungen ausspricht und die Briten ganz vergnügt  bei uns am Strand Urlaub machen? Haben die kein auswärtiges Amt oder sehen die Briten das alles anders?
Immerhin kam von England eine Delegation nach Sharm um die Sicherheit ihrer Bürger zu überprüfen mit positiven Ergebniss. England sagt: Sharm ist sicher. Punkt.
Das hat Deutschland noch nicht geschafft. Schade- finde ich…..

Die Reisewarnungen in Deutschland haben  viel mit versicherungstechnischen Fragen zu tun. Und die Reiseveranstalter buchen wegen zu geringer Nachfrage nach Ägypten die Reisenden einfach nach Hurghada um. Was soll denn dort sicherer sein?
Es geht hier nur um eine Zentrierung der Gäste:
– es ist günstiger den Flughafen in Hurghada anzufliegen anstatt Hurghada und Sharm anzufliegen.
– besser ein voller Flieger als zwei halb gefüllte….
usw…

Ich kann keinem meiner Gäste schreiben dass es hier 100% sicher ist. Aber ich würde das auch nicht in Deutschland, England oder in irgendeinem anderen Land machen.
Passieren kann immer was, wir leben leider nicht in einer heilen Welt.
Aber ich kann schreiben, dass ich und Mary uns hier sehr sicher fühlen.

Klaus Reinhard

Das Tank Projekt

Alle Tauchcenter in Sharm haben als Auflage und neue Vorschrift von der CDWS (chamber of diving & watersports) eine Tankmarkierung von mindestens 20 x 20 cm vorgeschrieben bekommen. Dies soll zur Identifizierung der Tauchcenter unter Wasser beitragen. Ein wichtiges Kontroll-Tool, um sicheres Tauchen in Sharm el Sheikh zu gewährleisten und natürlich um die Umwelt zu schützen. Falls jemand unter Wasser gegen die dort bestehenden Regeln verstößt (z.B. Abrechen von Korallen) könnte man denjenigen sofort anhand der Tankmarkierung identifizieren.

Soweit so gut. Was mich aber schon immer störte, war zusätzlich der Nitrox Sticker, der beim Tauchen mit sauerstoffangereicherter Luft verwendet wird. Auf dem Foto kann man gut erkennen, wie diese Sticker nach kurzer Zeit aussahen. Da ich weiß, dass Plastik im Wasser eine Haltbarkeitsdauer von 5000 (!) Jahren hat, und die kleinen Plastikteilchen sogar von Fischen gefressen werden und diese dann erkranken, mussten wir uns was wirklich Gutes einfallen lassen.

alter Nitroxtank

So sahen die alten Nitroxtanks aus mit den Aufklebern

Das Ziel war also:
1. Unsere Tanks unverwechselbar zu gestalten
2. den umweltschädlichen Nitrox Sticker durch was besseres und umweltschonenderes zu ersetzen.

Wir einigten uns nach einigen Diskussionen aufs Lackieren der Tanks. Dazu sollte man wissen, dass eine Lackierung auf Aluminium und bei der Belastung (Sonne, Sand, Salzwasser, Transport Belastung) eine echte Herausforderung ist. Zuerst war Mary dran. Wenn wir schon die Möglichkeit haben unsere Tanks selbst zu gestalten -naja- schnell hatte Mary ein echt schickes Design entworfen. Auch den Nitrox Sticker hat sie schmaler, also eigentlich richtig sportlich gestaltet. Dann ging es an das Umsetzen und dazu brauchte es nun harte Arbeit. Mr. Both unser Hausmeister – ich wüßte nicht was ich ohne ihn tun sollte – hat dann erstmal 140 Tanks gereinigt. Das heißt Aluminum mit der Drahtbürste gereinigt und gewaschen und soweit es ging fettfrei gemacht. Eine Wahnsinns Arbeit. Vielen Dank Mr. Both.

Wir haben dann die Tanks mit den Schablonen abgeklebt und dann als erstes eine Grundierung aufgetragen. Nach dem Trocknen wurde dann der Acryl-2-Komponenten Lack aufgetragen. Ein britischer Lackierer Mr. Simon (gebührender Dank an dieser Stelle) hat diese Arbeit fachgerecht ausgeführt.

Vorbereitung fürs Lackieren der Sunshine Divers Tanks

Vorbereitung fürs Lackieren der Sunshine Divers Tanks

Beim Tank Lackieren

Beim Tank Lackieren

Wir sind natürlich jetzt sehr gespannt wie lange die Tanks so aussehen wie hier auf dem Bildern. Ich nehme das als Experiment und wir können da wahrscheinlich noch was verbessern – aber ich finde das bisherige Resultat kann sich durchaus sehen lassen. Unsere Taucher haben mir auch berichtet, dass es unter Wasser sehr einfach ist die eigene Gruppe sofort wieder zu erkennen.
Ein weiterer Sicherheits-Aspekt also.

Unsere neuen Tanks mit Sunshine Divers Logo

Unsere neuen Tanks mit Sunshine Divers Logo

islam_neueflasche_kl

Wie findet Ihr das?

Herzliche Grüße
Sunshine Divers Team und Klaus